4. Monatsmeeting 2026

Mountaineering mit Jon Kistler - Silbermedaille an der Olympiade 2026 

Sehr gut besuchtes Meeting mit rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

 
Jon Kistler Gast (links) - Christoph Schmid (rechts)
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Jon - Christoph -Silvio
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Wenn Jon Kistler erzählt, wird es schnell lebendig – besonders, wenn es um seinen Auftritt bei den Olympischen Spielen geht. Gemeinsam mit seinem Ausdauertrainer Christoph Schmid war er bei uns zu Gast  – und hatte Spannendes im Gepäck.
Eindrücklich war die Zieleinfahrt an Olympia beim Mixed-Team-Sprintrennen“, erinnert sich Jon. „Der tosende Applaus der Fans – das vergisst man nie!“ Man hört förmlich das Stadion beben.
Dabei war seine Teilnahme alles andere als selbstverständlich. Zu Beginn der Saison war noch unklar, ob er überhaupt ein Ticket für Olympia lösen würde – die Konkurrenz im Schweizer Sprintteam ist schließlich stark, mit gleich mehreren Top-Athleten auf höchstem Niveau.
Seine Disziplin verlangt einiges: explosive Kraft, gepaart mit Ausdauer, und dazu eine präzise Koordination – besonders in den Wechselzonen. Und das alles, während der Körper längst im sprichwörtlichen „blauen Bereich“ arbeitet.

Der Wendepunkt kam vor rund zwei Jahren. Jon stellte sein Training konsequent um. Mit Christoph Schmid holte er sich gezielt Unterstützung im Ausdauerbereich. Gleichzeitig wechselte er für Krafttraining, Ernährung und Supplemente ins OIM nach Cham. Das Zusammenspiel funktionierte – und wie! Die Resultate ließen nicht lange auf sich warten: Rennen für Rennen wurde er stärker, konstanter, schneller. Am Ende stand die verdiente Belohnung: die definitive Selektion für die Olympischen Spiele.

Jons Skis - nicht alpin tauglich

Interessant: Das olympische Format unterschied sich deutlich von den Weltcuprennen. Nur 18 Athleten standen am Start, und die längeren Pausen zwischen den Läufen spielten Jon zusätzlich in die Karten – ideal für seinen Rhythmus und seine Stärken.
Und wie trainiert man eigentlich für solche Höchstleistungen? Im Sommer werden die Grundlagen gelegt: Kraft und Ausdauer – oft auf der Bahn und sogar gut im Flachland trainierbar. Je näher der Winter rückt, desto stärker verschiebt sich der Fokus auf die Wechselzonen und detaillierte Videoanalysen. Abläufe werden automatisiert, Intervalltrainings mit direkten Wechseln eingebaut. Besonders effektiv: Rennsimulationen im Zweikampf, bei denen Trainer und Athlet genau erkennen, wo noch Luft nach oben ist.
Christoph Schmid zeigt sich beeindruckt: Die Ausdauer von Jon hebt er besonders hervor – und das will etwas heißen, hat er doch schon viele Athleten betreut. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die weitere Zusammenarbeit.
Oder, um es etwas bildhafter zu sagen: Dieses Team hat noch einige Sterne im Visier. Und wer weiß, wie hoch sie noch greifen werden?

(Text Tanja Kälin)




 
 
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